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Regenfälle:Autobahnbrücke nach Unwettern in Italien eingestürzt

Autobahnbrücke nach Unwettern in Italien eingestürzt

Feuerwehrleute sichern den zusammengebrochenen Autobahnabschnitt in der Nähe von Savona in Norditalien.

(Foto: dpa)
  • In der Nähe der italienischen Stadt Savona ist eine Autobahnbrücke eingestürzt.
  • Große Teile Nordwestitaliens werden von starken Regenfällen heimgesucht.
  • Auch Südfrankreich hat mit heftigen Unwettern zu kämpfen, zwei Menschen kamen bereits ums Leben.

Nach heftigen Unwettern in den vergangenen Tagen ist in Norditalien ein Autobahnviadukt eingestürzt. Es handele sich um einen Abschnitt der Autobahn A6 in Richtung Turin unweit der Stadt Savona in der Region Ligurien westlich von Genua, teilte die Feuerwehr mit. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen, meldete die Nachrichtenagentur Ansa. Ursache sei ein Erdrutsch, der etwa 30 Meter des Viadukts mit sich gerissen habe.

In großen Teilen von Italiens Nordwesten ist die Situation nach starken Regenfällen am Wochenende angepannt. In den Regionen Ligurien und Piemont machten Erdrutsche viele Straßen unpassierbar. Keller, Unterführungen und Geschäftsräume wurden überschwemmt. In Ligurien waren nach Angaben der Regionalregierung 374 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. 122 weitere seien in Sicherheit gebracht worden.

Außer für Teile Liguriens und Piemonts galt die höchste Alarmstufe Rot am Sonntag auch für die südliche Region Kalabrien an der Fußspitze des italienischen Stiefels. In Turin, der Hauptstadt Piemonts, wurde am Sonntag der Marathon abgesagt. Der Wasserstand des Po erreichte bedenkliche Höhen. In Sezzadio südlich von Alessandria stürzte ein Auto in den Fluss Bormida. Einer der drei Insassen werde noch vermisst, schrieb die Feuerwehr.

Starke Überschwemmungen in Südfrankreich

Auch Südfrankreich wird von starken Regenfällen und Überschwemmungen heimgesucht. Nach Medienberichten sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Eine Leiche sei in einem Auto in dem Ort Cabasse südwestlich von Draguignan im Département Var gefunden worden, berichteten französische Medien unter Berufung auf die örtliche Präfektur. Die andere Leiche wurde in dem Ort in Le Muy nordwestlich der Küstenstadt Fréjus entdeckt. In dem Ort war zuvor ein Mann nach dem Kentern eines Rettungsboots als vermisst gemeldet worden.

© SZ.de/dpa/luch/fued
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