Mecklenburg-Vorpommern Loch auf der A20 zieht sich jetzt über beide Fahrspuren

Jetzt zieht sich das Loch auf der A20 bei Tribsees über beide Fahrbahnen. Die Reparatur der Autobahn könnte Jahre dauern.

(Foto: dpa)
  • Das Loch auf der A20 auf Höhe des Ortes Tribsees wird immer größer. Es zieht sich jetzt über beide Fahrbahnen.
  • Das Verkehrsministerium ist von der Entwicklung nicht überrascht, doch die Planungen für die Reparaturen ziehen sich weiter hin.
  • Vermutlich erst im Jahr 2021 könnte die Autobahn wieder befahren werden.

Schon längst kann man die Autobahn 20 auf Höhe des Ortes Tribsees in Mecklenburg-Vorpommern nicht mehr befahren. Ein fast 100 Meter breites Loch in der Fahrbahn sorgt dafür, dass seit Ende September die A20 gesperrt ist und Autofahrer den Umweg über die Landstraße nehmen müssen. Doch das Loch wird noch immer nicht repariert, dafür aber größer und größer. Mittlerweile zieht es sich über beide Fahrbahnen. Eine Sprecherin des Schweriner Verkehrsministeriums bestätigte einen entsprechenden Bericht des Radiosenders "Ostseewelle".

Das Verkehrsministerium zeigte sich nicht überrascht, dass jetzt auch die Gegenfahrbahn abgesackt ist. Dass die A20 an dieser Stelle instabil sei, habe man gewusst. Es sei nur eine Frage der Zeit gewesen, dass auch die Gegenfahrbahn abrutsche. Die Planungen für die Reparatur der Straße seien dadurch nicht beeinflusst.

Diese Planungen ziehen sich aber hin. Die Arbeiten sind europaweit ausgeschrieben. Vermutlich kann der Zuschlag erst im Juni erteilt werden. Bis das Loch in der A20 wieder gestopft ist, können noch Jahre vergehen. Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) hatte jüngst angekündigt, dass die Autobahn vermutlich erst im Jahr 2021 wiederhergestellt sein wird.

Die Fahrbahn westlich der Ausfahrt Tribsees war Ende September mehrere Meter tief abgesackt. Wenige Wochen später musste die Autobahn beidseitig gesperrt und der Verkehr auf Landstraßen umgelenkt werden. Das Loch hatte sich zuletzt auf der Fahrbahn nach Rostock von 40 auf 95 Meter Länge vergrößert.

Augenzeugen berichteten am Montag, dass die Gegenfahrbahn auf der gesamten Breite und einer Länge von etwa 40 Metern weggesackt sei. Diese war in den vergangenen Wochen noch von Fahrzeugen der Straßenbaubehörden genutzt worden. Am Montag stellten Behördenmitarbeiter vor der zerstörten Gegenfahrbahn Absperrungen auf.

Die Autobahn 20 ist vor allem für den Ostsee-Tourismus wichtig. Die Tourismusverbände befürchten, dass ein Verkehrschaos Gäste von einem Besuch der Ostsee-Inseln Usedom oder Rügen abhalten könnte.

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