Ausstieg bei DSDS Max will keine platte Musik machen

Wegen Vertrags-Knatsch hat Superstar-Favorit Max Buskohl die Sendung verlassen. Für Oberguru Dieter Bohlen hatte er zum Abschied noch ein paar nette Worte übrig.

Am Sonntag war bekannt geworden, dass Buskohl, der vielen als Favorit der Sendung "Deutschland sucht den Supertstar" galt, die Show verlässt. Der Grund für den Ausstieg seien die vertraglichen Verpflichtungen, die der Gewinner zu erfüllen habe, sagte der Ex-Kandidat der Bild-Zeitung.

"Wer bei DSDS gewinnt, muss laut Vertrag Musik machen, die andere für ihn schreiben. Und er bekommt ein Management vorgesetzt." Er wolle aber selbst seine eigene Entscheidungen treffen.

Laut Bild verpflichten sich die Kandidaten, mindestens drei Jahre mit einem vorher festgelegten Manager zusammen zu arbeiten, der auch weitere zehn Jahre Prozente von dem "Superstar" bekommt. 5100 Euro Strafe müsse ein Kandidat bezahlen, der ohne Genehmigung ein Interview gibt.

"Und unser dummer Junge hat's zu spät gemerkt"

Die Verträge bei "Deutschland sucht den Superstar" sind halt so, dass man da als integerer Künstler in einen Engpass kommt", sagte Buskohls Vater Carl Carlton, der im Gegensatz zu seinem Sohn nicht von dem vertraglichen Interview-Verbot betroffen ist, zu Spiegel Online. "Und unser dummer Junge hat's zu spät gemerkt."

Falls Buskohl den Wettbewerb gewonnen hätte, hätte auch Dieter Bohlen, Musikproduzent und DSDS-Ikone, weiter einen starken Einfluss auf die Karriere des 18-Jährigen gehabt. Doch der kann mit Bohlens Musik wenig anfangen. Buskohl: "Wenn ich ehrlich bin, sind mir diese Lieder zu platt - da fehlt mir das Emotionale und das Authentische."

Widersprüchliche Angaben gibt es über den Zeitpunkt der Entscheidung, die Sendung zu verlassen. Vater Carlton, der selbst Rockmusiker ist, sagte, sie sei schon am Samstag gefallen, der Sender habe aber gebeten, sie erst am Sonntag bekannt zu machen. Die Sendung habe nicht gefährdet werden sollen. RTL dementierte das.

Sollte die Auskunft des Vaters richtig sein, würde das bedeuten, dass der Sender die Fans für den Favoriten Buskohl anrufen ließ, obwohl klar war, dass der aussteigen würde.

Für die Version des Vaters spricht, dass Dieter Bohlen am Samstagabend den letzten Auftritt Buskohls in der Show sehr launig kommentierte: "Dir ist scheißegal, was ich sage, deshalb ist mir scheißegal, was du singst."

RTL dagegen erklärte, dass das Gespräch, an dessen Ende Buskohls Ausscheiden stand, erst am Sonntag in der "Superstar-Villa" stattfand. Der Sender habe dann die Zusage von Martin Stosch abgewartet, als Buskohls Ersatz in die Show zurückzukehren und sei erst danach an die Öffentlichkeit gegangen. Stosch war am Vorabend von den Zuschauern aus der Sendung gewählt worden.

Buskohl will sich jetzt auf seine Rockband "Empty Trash" konzentrieren und mit ihr eine CD aufnehmen. Veröffentlichen darf er die Platte aber erst in drei Monaten - so schreibt es sein DSDS-Vertrag vor.