Alles begann mit einem Tweet, den der Smithsonian National Zoo in Washington am Montag in die Welt schickte: Ein Roter Panda - in Deutschland auch als Katzenbär bekannt - namens Rusty werde vermisst. Das Tier sei männlich und am Abend zuvor zum letzten Mal gesehen worden.
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Innerhalb kürzester Zeit wurde der Tweet mehr als 3000 Mal geteilt. Das rostfarbene Tier mit den weißen Ohren und den waschbär-ähnlichen Zügen avancierte zur Internetberühmtheit. Die Kommentare, die unter anderem mit den Hashtags #FindRusty und #RedPanda versehen wurden, reichten von besorgt bis hin zu belustigt.
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Zeitweise beschäftigten sich mehr Tweets mit Ausreißer Rusty als mit Präsident Obama. Der Sender ABC verfolgte die Suche nach dem Tier auf seiner Webseite in einem Liveblog. Erst vor etwa zwei Wochen, heißt es dort, hatte der Zoo den Tierpark-Neuzugang auf seiner Webseite vorgestellt: Rusty werde im Juli ein Jahr alt und der Zoo habe ihn zu Zuchtzwecken gemeinsam mit Artgenossin Shama untergebracht. Beide würden sich gut vertragen. Der Rote Panda gilt als gefährdete Art.
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Währenddessen überboten sich die Twitter-Nutzer gegenseitig mit kreativen Vermutungen, wo sich der Katzenbär aufhalten könnte: Rusty sei mit Edward Snowden unterwegs, mutmaßte ein Nutzer. Schließlich wusste man zu dem Zeitpunkt von keinem der beiden so genau, wo sie sich befinden. Rusty fliehe in eine Stadt mit einer besseren Restaurant-Szene, scherzte ein Politikredakteur des Business Insider.
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Mittlerweile befindet sich Rusty wieder in der Obhut des Tierparks. Er sei wohlauf, esse und trinke. Dass die Geschichte ein glückliches Ende nahm, ist der großen Aufmerksamkeit der Twitter-Gemeinde zu verdanken: Rusty hatte einen Ausflug in Washingtons Szeneviertel Adams Morgan gemacht. Bewohnerin Ashley Foughty entdeckte ihn und entsandte prompt einen Tweet: "Roter Panda in unserem Viertel!", schreibt sie. "Bitte kommt und rettet ihn."
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Nun hat der Ausreißer sogar einen eigenen Twitteraccount: Als @NatlZooRedPanda twittert jemand im Namen des Katzenbärs, den Account hat er mit "Rusty Behind Bars" überschrieben. Auf Deutsch: "Rusty hinter Gittern". Dieser kündigt bereits neue Fluchtpläne an. Und manchem Bewohner der Hauptstadt käme das sogar gelegen - schließlich habe die Suche so viel Spaß gemacht.
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