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Atomkraftwerk Fukushima:Japaner verlassen erweiterte Evakuierungszone

Vor knapp vier Wochen hatte die Regierung mehr als 10.000 Bürger aufgefordert, ihre Häuser im größeren Umkreis von Fukushima- 1 zu verlassen. Nun machen sich die ersten auf den Weg. Das Abpumpen von hochradioaktivem Wasser geht weiter.

Der Betreiber der Atomruine von Fukushima, Tepco, will nun auch mit dem Abpumpen von hochradioaktiv verseuchtem Wasser aus dem Turbinengebäude von Reaktor 3 beginnen.

Ein Dorfbewohner aus Kawamata in der Präfektur Fukushima packt seine Habseligkeiten ein - er ist einer der 50 ersten, die die erweiterte Evakuierungszone verlassen.

(Foto: AP)

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Jiji Press soll das Wasser in eine Entsorgungsanlage für Atommüll auf dem AKW-Gelände gebracht werden. Es war offenbar aus dem Reaktor ins Tiefgeschoss des Gebäudes gesickert. Es wird geschätzt, dass sich im Turbinengebäude des Meilers Nummer 3 rund 22.000 Tonnen verseuchte Brühe angesammelt haben.

Aus dem Turbinengebäude des Reaktors 2 wird bereits strahlendes Wasser herausgeholt. Bislang seien in Meiler 2 von anfangs rund 25.000 Tonnen etwa 5550 abtransportiert worden, hieß es unter Berufung auf Tepco. Insgesamt sollen 10.000 Tonnen in die Entsorgungsanlage gepumpt werden. Daneben bauen Arbeiter zusätzlich Behelfstanks für schwach verstrahltes Wasser. Bis Ende des Monats sollen dadurch zusätzliche Kapazitäten von 28.000 Tonnen entstehen.

Unterdessen befindet sich ein riesiges Tankfloß auf dem Weg nach Fukushima, es soll voraussichtlich in ein bis zwei Wochen vor Ort eintreffen. Es kann bis zu 10 Millionen Liter an radioaktiv verseuchtem Wasser aufnehmen. Das Floß wurde in einer Werft in Yokohama für den Einsatz an der Atomruine umgebaut.

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