Sternenhimmel Januar:Spitzname "Kometenfrettchen"

Sternkarten Januar 2021
(Foto: M.Rothe)

Der französische Astronom Charles Messier hat einige Galaxien und Sternenhaufen entdeckt, die im Januar am Himmel zu sehen sind.

Von Helmut Hornung

Highlight: Der Winterhimmel bietet viele helle Sterne wie Sirius im Großen Hund, Aldebaran im Stier oder Kapella im Fuhrmann. Zudem blinken die Plejaden (M 45) und schimmern die Andromedagalaxie (M 31) und der Orionnebel (M 42). Diese Objekte haben Eigennamen, aber auch Zahlen, denen ein "M" vorangestellt ist - Astronomen lieben Abkürzungen. Dieser Buchstabe steht für den französischen Forscher Charles Messier. Im Jahr 1730 geboren, ging er mit 21 Jahren nach Paris an das Observatorium von Joseph-Nicolas Delisle. Der führte ihn in die Sternenkunde und seine Instrumente ein. Messier stieg bald zum "Chefobservator" auf und beschäftigte sich vor allem mit der Suche nach neuen Kometen.

Während seiner Fahndung am Firmament kamen Messier immer wieder nebelige Objekte ins Blickfeld, die er zunächst für ferne Schweifsterne hielt. Aber im Gegensatz zu Kometen verharrten sie am selben Ort. Der Astronom war genervt und nahm diese "Nebel" in ein Verzeichnis auf, das stetig wuchs. Später arbeitete er dabei mit seinem Kollegen Pierre Méchain zusammen. Im Jahr 1781 erschien ein Katalog mit 103 Objekten - Galaxien, Sternhaufen und Gaswolken, wie wir heute wissen.

Und Kometen? 20 hat Charles Messier im Laufe seines langen Lebens intensiv beobachtet, davon mehr als die Hälfte neu entdeckt. Im Jahr 1817 starb der Forscher im Alter von 86 Jahren. Längst war er berühmt, König Ludwig XV. nannte ihn "Kometenfrettchen".

Sternkarten Januar 2021
(Foto: M.Rothe)

Sterne und Sternbilder: Auf der südlichen Himmelsbühne versammeln sich die markanten Konstellationen Großer und Kleiner Hund, Zwillinge, Orion, Stier und Fuhrmann. Auch Pegasus und Andromeda funkeln am Firmament. Im Norden stehen der Große Wagen mit herabhängender Deichsel und der Kleine Wagen, an dessen Deichselspitze der Polarstern leuchtet. Im Nordwesten finden wir das "M" der Kassiopeia, darunter Deneb mit einem Teil des Schwans und knapp über dem Horizont die helle Wega im Sternbild Leier.

Planeten, Mond und Meteore: Merkur lässt sich am besten zwischen 22. und 26. Januar tief am südwestlichen Abendhimmel aufspüren. Venus erscheint noch die ersten drei Januarwochen für das bloße Auge in der Morgendämmerung im Südosten. Mars wandert von den Fischen in den Widder und ist bis kurz nach Mitternacht gut zu sehen. Jupiter und Saturn, beide im Steinbock, beenden allmählich ihren gemeinsamen Auftritt. Am 6. Januar steht der Mond im Letzten Viertel, Neumond ist am 13., Erstes Viertel am 20. und Vollmond am 28. Januar.

© SZ/nas
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