bedeckt München 28°

Argentinien:Verschollenes U-Boot: Marine meldet Explosion nach letztem Funkkontakt

Das vermisste argentinische U-Boot, die "ARA San Juan", im Jahr 2014.

(Foto: AP)
  • Das argentinische U-Boot ARA San Juan wird seit dem 15. November vermisst.
  • Die Marine hat nun bekanntgegeben, dass es am Tag des Verschwindens offenbar eine Explosion gegeben hat.
  • Die Besatzung hatte zuvor einen Schaden gemeldet.

Das verdächtige Geräusch sei knapp drei Stunden nach dem letzten Kontakt zu dem U-Boot aufgezeichnet worden, teilte die Marine am Donnerstag mit. Es habe sich um ein "anormales Ereignis, einmalig, kurz, stark und nicht-nuklear" gehandelt, das zu einer "Explosion" passe, sagte ein Sprecher.

Der Fall des verschollenen U-Bootes ARA San Juan beschäftigt Argentinien nun seit vergangener Woche, seitdem gab es kein Lebenszeichen mehr von der Besatzung, die vor der Küste des Landes bei einem Routineeinsatz unterwegs war. Sie war schon auf dem Rückweg zu ihrer Basis in Mar del Plata, als der Funkkontakt abbrach.

Das nun entdeckte Explosions-Signal sei am 15. November gegen 11.00 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr MEZ) aufgefangen worden, rund 60 Kilometer nördlich des letzten bekannten Standorts des U-Boots. Es war der Tag, an dem das U-Boot verschwand.

Die Besatzung hatte kurz vor dem letzten Funkkontakt einen Schaden gemeldet, aber keinen Notruf abgesetzt. Es soll sich dabei um eine Batterien-Panne an Bord gehandelt haben. Sie sei aber behoben worden, hieß es nach Angaben der Marine. Laut der Zeitung La Nación sei es dramatischer gewesen. Sie beruft sich auf Marinequellen, die sagen, dass sich ein Kurzschluss ereignete, als Wasser bei hohem Wellengang über den Schnorchel in das U-Boot gelangte.

Seit dieser Schadensmeldung ist der Kontakt abgebrochen. Zahlreiche Schiffe, U-Boote und Flugzeuge sind auf der Suche nach der ARA San Juan im Einsatz. Die Sauerstoffreserven des U-Boots mit 44 Menschen an Bord reichen für sieben Tage. Die sind jetzt vorüber.