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Angebliche Trump-Affären:Drei weitere Frauen sollen Schweigegeld erhalten haben

Michael Avenatti

Michael Avenatti - der Anwalt von Stormy Daniels, die gegen eine Schweigevereinbarung zu ihrer angeblichen Affäre mit Trump klagt.

(Foto: AP)
  • Der Anwalt von Stormy Daniels sagt, er vertrete drei weitere Frauen, die nach Affären mit Donald Trump Schweigegeld erhalten haben sollen.
  • Seine Klientinnen hätten ihm aber nicht erlaubt, Details zu nennen.
  • Der US-Präsident hat sich zu den Vorwürfen noch nicht geäußert.

Der Skandal um mögliche Affären des US-Präsidenten und gezahlte Schweigegelder weitet sich aus. Dem Anwalt von Stormy Daniels zufolge sollen noch drei weitere Frauen Schweigegeld erhalten haben, damit sie nicht über ihre Affären mit Donald Trump sprechen. Er habe Beweise dafür, dass die Frauen mit Trump Beziehungen gehabt hätten, sagte Michael Avenatti, doch seine Klientinnen hätten ihm nicht gestattet, Details offenzulegen.

Demnach sollen die Schweigegelder vor der US-Präsidentschaftswahl im Jahr 2016 gezahlt worden seien. Die Frauen hätten ihn vor mehreren Monaten kontaktiert, sagte Avenatti. Er forderte den US-Präsidenten und dessen früheren persönlichen Anwalt Michael Cohen auf, die Wahrheit ans Licht zu bringen: "Sie sollten die Information jetzt dem amerikanischen Volk mitteilen." Zudem sagt Avenatti, dass eine der Frauen schwanger gewesen sei. Ob von Donald Trump, das ließ der Anwalt offen. Seine für den Augenblick vagen Aussagen erhöhen jedoch in der Angelegenheit den öffentlichen Druck auf Trump und seinen Ex-Anwalt. Der US-Präsident hat sich zu den Vorwürfen bisher nicht geäußert.

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Es geht um eine Zahlung wegen einer weiteren mutmaßlichen Affäre - dieses Mal nicht mit einer Pornodarstellerin, sondern mit einem "Playboy"-Model. Offenbar ist das FBI im Besitz der Aufnahme.

Stormy Daniels behauptet, sie habe 2006 einvernehmlich Sex mit Trump gehabt. Damals war er bereits mit seiner heutigen Ehefrau verheiratet. Trump bestreitet die Affäre. Unstrittig ist allerdings, dass Daniels kurz vor den Wahlen 2016 eine Schweigevereinbarung unterzeichnete und dafür von Trumps damaligen Anwalt Cohen 130 000 Dollar erhielt. Der US-Präsident behauptet, nichts von der Zahlung gewusst zu haben, Cohen habe ohne seine Zustimmung gehandelt. Daniels will inzwischen aus der Schweigevereinbarung aussteigen und ist deswegen vor Gericht gezogen.

Dass Daniels nicht die einzige Frau ist, die behauptet, eine Affäre mit dem Präsidenten gehabt zu haben, hatte sich bereits vergangene Woche gezeigt. Cohen hatte eine Tonbandaufzeichnung von einem Gespräch mit Trump an die Medien weitergegeben. Daraus geht hervor, dass an das ehemalige Playboy-Model Karen McDougal offenbar ebenfalls Schweigegeld bezahlt wurde, um eine Affäre zu verheimlichen.

Die Stimmung zwischen Trump und seinem Ex-Anwalt ist schon länger zerrüttet. Unter anderem sagte Cohen auch, Trump habe von einem Treffen im Trump Tower gewusst, bei dem sich sein Sohn Donald Trump Jr., sein Schwiegersohn Jared Kushner und sein damaliger Wahlkampfmanager Paul Manafort mit einer russischen Anwältin austauschten. Die hatte ihnen belastende Informationen der russischen Regierung über Hillary Clinton angeboten. Bisher hatten Unterstützer Trumps und der Präsident selbst immer behauptet, erst aus Medienberichten von dem Meeting erfahren zu haben. Beweise legte Cohen zunächst nicht vor.

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