Joseph Ratzinger war bereits in seiner Position als Erzbischof und später als Kardinal für seine konservative Einstellung bekannt. Als Präfekt der Glaubenskongregation, der höchsten und zentralen Instanz für die Interpretation und Verteidigung der katholischen Lehre geißelt er die Abtreibungsgesetze in entwickelten Staaten als "Kultur des Todes", sowie den Feminismus, der Frauen nicht befreie, sondern knechte.

Die Themen Familie und Lebensschutz stellt er in den ersten Monaten seiner Amtszeit als Papst mit scharfen Formulierungen in den Mittelpunkt. Ehe und Familie seien keine "soziologische Konstruktion", sondern ein Abbild der Liebe Gottes: Sexualität sei nur in einer Ehe mit Kinderwunsch möglich.

Bild: REUTERS 11. Februar 2013, 18:082013-02-11 18:08:34 © Süddeutsche.de/afp/anri/leja/esp//leja/bavo