bedeckt München 14°

Niederlande:Amsterdam will Touristen Zugang zu Coffeeshops verbieten

Coffeeshops in Amsterdam

Ein Coffeeshop im Amsterdamer Rotlichtviertel.

(Foto: Oliver Berg/dpa)

Dadurch soll der Drogentourismus eingedämmt werden. Bisher gilt in der niederländischen Hauptstadt eine Ausnahmeregelung.

Amsterdam will ausländischen Touristen den Zugang zu Coffeeshops und damit den Kauf von Haschisch oder Marihuana verbieten. Das teilte die Stadt am Freitag mit. Staatsanwaltschaft, Polizei und Bürgermeisterin Femke Halsema wollen damit den Drogentourismus stoppen. Nur noch Einwohner der Niederlande sollen dann mit einem Pass Zugang zu den Coffeeshops bekommen. Das Stadtparlament muss den Plänen noch zustimmen.

In den Niederlanden sind sogenannte weiche Drogen wie Haschisch und Marihuana in den Coffeeshops für den persönlichen Konsum legal zu kaufen. Auch während des zurzeit geltenden Lockdowns sind sie geöffnet, allerdings müssen die Kunden die Waren mitnehmen.

Im Prinzip dürfen nur Einwohner des Landes in den Coffeeshops Drogen kaufen, doch für Amsterdam gilt eine Ausnahmeregelung. Dafür musste die Stadt jedoch die Zahl der Verkaufsstellen stark reduzieren. Doch der Drogentourismus vor allem aus Großbritannien nahm stark zu. Studien haben ergeben, dass der Massentourismus stark abnehmen wird bei einem Zugangsverbot für Coffeeshops.

© SZ/dpa/mkoh/ick
Zur SZ-Startseite

Cannabis auf Rezept
:Marihuana, made in Germany

In Deutschland bekommen Kranke Cannabis auf Rezept. Noch muss die Pflanze dazu importiert werden. Nun entsteht in Neumünster eine Hochsicherheitsplantage.

Von Peter Burghardt

Lesen Sie mehr zum Thema