Süddeutsche Zeitung

Alice Cooper:Christlicher Schock-Rocker mit Herz für Kinder

Als Sänger beschäftigt er sich mit der Hölle und dem Saufen, im wahren Leben engagiert er sich für Jesus. Jetzt richtet Alice Cooper gar ein großes christliches Zentrum für Kinder ein.

Einst sang er "No More Mr. Nice Guy", doch heute hat sich Alice Cooper gewandelt. Ganz bürgerlich organisiert er schon seit zehn Jahren Golfturniere und sammelt mit seiner "Solid-Rock"-Stiftung Geld für Jugendarbeit.

Jetzt macht sich der 58-jährige Gruselrocker für Jugendliche stark und richtet für drei Millionen Dollar (etwa 2,3 Millionen Euro) auf 1800 Quadratmetern eine christliche Begegnungsstätte ein. Sie soll an der Grand Canyon Universität im US-Bundesstaat Arizona entstehen, von der er vor zwei Jahren die Ehrendoktorwürde verliehen bekommen hat.

Cooper wandte sich dem christlichen Glauben zu, als er sich vom Alkohol entwöhnte - eine Entwicklung, die er mit dem von ihm geschätzten US-Präsidenten Bush teilt.

Seine Stiftung hat sich nach eigenen Angaben der "Ehrung Christi" verschrieben und widmet sich den geistlichen und sozialen Bedürfnissen von Teenagern und Kindern.

Die christliche Botschaft steht im Kontrast zu Coopers Image: Seine Bühnenbilder sind von Horrorfilmen inspiriert, der Sänger selbst tritt in gruseligen Makeups auf, schmückt sich gern mit lebenden Schlangen und vergießt bei Auftritten literweise Kunstblut.

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