bedeckt München 24°

Afghanistan:Mehr als 120 000 Menschen von Überflutungen betroffen

Ein Hubschrauber des afghanischen Militärs kommt Menschen zu Hilfe, die inmitten von schlammigen Fluten auf einem umgekippten Lastwagen ausharren.

(Foto: AFP)
  • Schneeschmelze und Regenschauer haben in weiten Teilen Afghanistans zu Überschwemmungen geführt.
  • Infolgedessen sollen 63 Menschen ums Leben gekommen und Dutzende verletzt worden sein.
  • Die Überschwemmungen verschärft die Notlage weiter Teile der Bevölkerung, die unter Lebensmittelknappheit leidet, zusätzlich.

Nach schweren Unwettern in Afghanistan sind mehr als 122 600 Menschen in Afghanistan von Überschwemmungen betroffen und benötigen humanitäre Hilfe. Das teilte die UN-Organisation für Nothilfe (OCHA) am späten Dienstagabend mit. Demnach sind 14 der 34 afghanischen Provinzen betroffen. Mindestens 63 Menschen seien infolge der Überschwemmungen im März umgekommen, weitere 32 verletzt worden, heißt es in dem Bericht.

In den acht Provinzen Farah, Kandahar, Helmand, Herat, Kapisa, Parwan, Sabul and Kabul seien fast 5000 Häuser zerstört und mehr als 7500 beschädigt worden. In Afghanistan kommt es jedes Jahr zu Überschwemmungen mit vielen Todesopfern. Die Regenfälle folgen auf die schwerste Dürre im Land seit Jahren, zudem hat in den Bergregionen die Schneeschmelze begonnen. Beides erhöht das Risiko von Überschwemmungen.

Ergiebige Schneefälle hatten in ganz Afghanistan die Furcht vor Frühjahrsüberschwemmungen geweckt - diese haben sich nun bestätigt. Die Überflutungen, mit denen das Land seit Anfang März zu kämpfen hat, spitzen die prekäre humanitäre Gesamtsituation weiter zu.

Nach Angaben der Vereinten Nationen erschwerten die Fluten die Nahrungsversorgung von etwa einer Million ohnehin von Nahrungsmittelknappheit betroffenen Menschen. Insgesamt würden laut OCHA in Afghanistan insgesamt 13 Millionen Menschen unter einer schlechten Versorgungslage leiden.

Unfall und Unglück Zyklon "Idai" hat "ganze Dörfer verschwinden lassen" Bilder

Wirbelsturm in Ostafrika

Zyklon "Idai" hat "ganze Dörfer verschwinden lassen"

Mosambik und angrenzende Staaten trauern nach einem Wirbelsturm um Hunderte Tote, 400 000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Bilder aus den Katastrophengebieten offenbaren die Verwüstung.