SZ-Kolumne "Bester Dinge"Gib dem Affen Mucke

(Foto: Harry Laub/imago/imagebroker)

Forscher haben eine Art Netflix und Spotify für die Tiere entwickelt, das soll deren Gesundheit fördern. Nun wurde es an Weißkopfsakis getestet - mit überraschendem Ergebnis.

Von Anna Fischhaber

Es gibt die Geschichte des Gorillas, den nach dem Tod seiner Gefährtin ein Fernseher tröstete, unter anderem brachte ihn der Film "Planet der Affen" in Schwung, berichteten britische Medien. Das war 2007. Aber auch an Affen geht offenbar das digitale Zeitalter nicht vorbei. Zumindest haben britische und finnische Forscherinnen und Forscher jetzt eine Art Netflix und Spotify für die Tiere entwickelt und an drei Weißkopfsakis aus einem Zoo in Helsinki getestet. Eltern von Teenagern mag das verwundern, aber der "monkey media player" soll der körperlichen und geistigen Gesundheit förderlich sein. Nun, auch das Ergebnis überrascht: Auf einem Touchscreen konnten sich die Affen für eine Ton- oder eine Video-Datei entscheiden, und mehr als doppelt so häufig wählten die Sakis den Ton, berichtet der Guardian. Lag es am Filmangebot? Wer schaut schon gerne Würmervideos in Dauerschleife? Aber auch Unterwasserszenen konnten nicht mit Verkehrsgeräuschen, Regenplätschern und vor allem Musik mithalten.

Wie aufwühlend Musik sein kann, wurde gerade wieder in Berlin bewiesen. Am Wochenende beschwerte sich eine Neuköllnerin via Twitter über schwankende Wände und Lampen sowie das Musikfestival in der Nachbarschaft (nicht lustig!) und löste damit ein Medienbeben (Konzertbesucher lösen Erdbeben aus!!!) aus. Ursächlich sollen Florence + the Machine und deren hüpfende Fans auf dem Tempelhofer Feld gewesen sein - vielleicht lag es aber auch an der Feinfühligkeit mancher Neuköllner. Wie Affen auf die Musik der Band reagieren, muss noch erforscht werden. Ebenso wie der "monkey media player" auf Berliner wirkt.

Mehr gute Nachrichten lesen Sie hier .

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

SZ-Kolumne "Bester Dinge"
:Ganz große Holzklasse

Es gehört zu den Rätseln der Geigenbau-Historie, bei wem der berühmte Antonio Stradivari in die Lehre ging. Anhand von Jahresringen im Holz könnte es nun gelöst werden.

Von Nadeschda Scharfenberg

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: