Süddeutsche Zeitung

Ägypten: Traumland mit Risiken:"Gefährdung im ganzen Land"

Wer in das "Land der Pharaonen" aufbricht, sollte nach Angaben des Auswärtigen Amtes (AA) in Berlin deshalb einige Hinweise zu seiner Sicherheit beachten.

Traumziel für Millionen und Land mit vielen Risiken: Ägypten ist beides, wie auch die aktuelle Entführung deutscher Reisender im Süden von Oberägypten zeigt. Wer in das "Land der Pharaonen" aufbricht, sollte nach Angaben des Auswärtigen Amtes (AA) in Berlin deshalb einige Hinweise zu seiner Sicherheit beachten.

Das Ministerium zählt Ägypten zu den nordafrikanischen Staaten am Rande der Sahara, in denen die "Gefahr des islamistischen Terrorismus" wachse. "Ausländer, gerade auch deutsche Staatsangehörige, sind einem wachsenden Anschlags- und Entführungsrisiko ausgesetzt. Überlandfahrten im Saharagebiet sind zunehmend mit Risiken behaftet", heißt es auf der Webseite des AA im Reise- und Sicherheitshinweis zu Ägypten. Gleichlautende Eintragungen enthalten die Hinweise zu Marokko, Algerien, Libyen und Tunesien.

Weil Anschlagsziele in der Vergangenheit in Ägypten willkürlich ausgewählt worden seien, bestehe "für Reisende im ganzen Land eine erhöhte Gefährdung". Generell wird Urlaubern beim Besuch von touristischen Einrichtungen, von Märkten und Einkaufszentren in Ägypten "zu besonderer Vorsicht geraten und empfohlen, sich von Demonstrationen und größeren Menschenansammlungen fernzuhalten". Auf eine angespannte Sicherheitslage weist das Ministerium vor allem im Nordsinai hin. Dort rät das Auswärtige Amt von Reisen in die Region nördlich der Straße vom Suezkanaltunnel nach Ras-en-Naqb ab.

Zugleich weist das Ministerium darauf hin, dass die ägyptische Regierung sich nachdrücklich bemüht, die Bevölkerung und Ausländer vor Gewalttaten zu schützen. Unter anderem würden Touristenbusse und Ausflugsfahrten von Fahrzeugen der Sicherheitskräfte begleitet.

Die weiteren Sicherheitshinweise zu Ägypten betreffen zum Beispiel den Schutz vor Infektionskrankheiten und den Straßenverkehr, der von einem "oft riskanten" Fahrverhalten geprägt sei. Von Autofahrten nach Einbruch der Dunkelheit werde "dringend abgeraten".

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dpa/jüsc
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