AachenSternsinger in der Pandemie: Digitale Besuche

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Sternsinger.
Sternsinger. Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Die Coronavirus-Pandemie ändert den Auftritt der Sternsinger: Sonst klingeln die als Könige verkleideten Jungen und Mädchen nach Weihnachten bis in den Januar...

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Aachen (dpa/lnw) - Die Coronavirus-Pandemie ändert den Auftritt der Sternsinger: Sonst klingeln die als Könige verkleideten Jungen und Mädchen nach Weihnachten bis in den Januar hinein an den Türen und sammeln für einen guten Zweck. Doch in diesem Jahr kommen die Kinder nicht an die Haustür. Auch die ursprüngliche Überlegung, eine „Sternlänge Abstand“ zu halten, hat sich erübrigt.

Stattdessen hat das Aachener Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ Alternativen erdacht mit Segensbriefen, digitalen Besuchen oder Auftritten in Gottesdiensten. Rund 300 000 Jungen und Mädchen machen jedes Jahr mit bei diesem katholischen Brauch. Zu Jahresbeginn 2020 sammelten sie 52,4 Millionen Euro für rund 1600 Projekte für Kinder.

Die bundesweite Eröffnung in diesem Jahr musste radikal verkleinert werden: Statt 1200 Jungen und Mädchen sind nur zwölf Sternsinger am 29. Dezember im Aachener Dom, wenn die 63. Aktion Dreikönigssingen eröffnet wird. Die Kinder verteilen sich auf die Nischen der 1200 Jahre alten Kirche. Das Motto lautet: „Heller denn je - Die Welt braucht eine frohe Botschaft“. Die Feier wird online und im Radio übertragen. In manchen Bistümern wird die Aussendung an anderen Tagen gefeiert.

Die Nachfrage der Gruppen nach Material sei groß, sagte Sternsinger-Präsident Pfarrer Dirk Bingener. Dass wegen der schwierigen Umstände weniger Spenden eingenommen werden könnten, glaubt er nicht. „Ich mache die Erfahrung, dass in dieser schwierigen Zeit die Menschen doppelt großzügig sind“, sagte er.

Traditionell gehen Sternsinger von Tür zu Tür, um Segenswünsche zu bringen. Sie hinterlassen den Segensspruch C+M+B an den Haustüren. Das steht für den lateinischen Satz „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus). Zugleich sammeln sie Geld für einen guten Zweck.

Das Dreikönigssingen ist um zwei Wochen verlängert worden bis zum 2. Februar 2021. In den 10 000 beteiligten Pfarrgemeinden wird überlegt, was trotz der Beschränkungen möglich ist: vielleicht den Segen in die Altenheime per Video zu überbringen, den Segensspruch in den Gottesdiensten zu verteilen oder in einem Geschäft auszulegen. Mehr als acht Millionen Aufkleber wurden an Sternsinger-Gruppen verteilt.

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