Die Bilder haben nichts Spekulatives, sie werden nicht vom Ausdrucks- oder Sensationswillen ihrer Bildermacher dominiert. Sie erstaunen, weil sie auf den ersten Blick befremdlich, beinahe ruhig erscheinen, wie Roland Barthes es 1957 in seinen Mythen des Alltags von dieser Art Fotos forderte: "Das Natürliche dieser Bilder, ohne Emphase und ohne Erläuterung, nötigt den Betrachter zu einer intensiven Befragung . . . Sie führen in den Skandal des Grauens, nicht ins Grauen selbst."

Im Bild: Alexandrine ist im Alter von nur acht Monaten an der Cholera gestorben.

We the Children. 25 Jahre UN-Kinderrechtskonvention. Peter-Matthias Gaede, Jürgen Heraeus, Christiane Breustedt, Kerstin Bücker. Edition Lammerhuber 2014. 298 Seiten, 49,90 Euro.

Bild: Marcus Bleasdale; Marcus Bleasdale 20. Oktober 2014, 16:112014-10-20 16:11:47 © SZ vom 17.10.2014/afis