150 Vermisste in Indien Schlammlawine reißt Dorf fort

Eine gigantische Schlammlawine hat ein indisches Dorf unter sich begraben.

(Foto: AFP)

Gewaltige Erd-und Steinmassen begraben ein indisches Dorf mit mehr als 50 Häusern. Rettungskräfte und freiwillige Helfer suchen fieberhaft nach mehr als 150 Verschütteten - teils mit bloßen Händen. Acht Menschen konnten bislang gerettet werden.

  • 23 Menschen konnten nur noch tot geborgen werden, acht Menschen wurden gerettet.
  • Mindestens 150 Menschen werden nach einem riesigen Erdrutsch noch vermisst.
  • Erd- und Steinmassen haben ein indisches Dorf mit mehr als 50 Häuser unter sich begraben.

Ganzes Dorf verschüttet

Nach einem riesigen Erdrutsch in Indien werden mindestens 165 Menschen vermisst. Die Erd- und Steinmassen hätten am Mittwoch bis zu 50 Häuser eines Dorfs in der Nähe von Pune unter sich begraben, sagte Sacchidananda Gawde von der Nationalen Katastrophen-Eingreiftruppe. Bislang konnten die Retter acht Menschen lebend aus den Trümmern befreien; 23 Menschen konnten jedoch nur noch tot geborgen werdne. Der Sender NDTV berichtete, wegen des Starkregens der vergangenen Tage sei ein ganzer Hang auf das Dorf in der Sahyadri-Bergkette (Westghats) im Bundesstaat Maharashtra herabgestürzt.

Heftiger Regen erschwert die Suche

Zahlreiche Katastrophenteams, Polizisten und Soldaten wurden in die abgelegene Region geschickt; auch Bewohner angrenzender Dörfer halfen bei der Suche nach den Vermissten - teils gruben sie mit bloßen Händen nach Verschütteten. Bilder von der Unfallstelle zeigen eine riesige Schlammlawine, die sich den Hang herabwälzte und alles mitriss, was ihr in den Weg kam. Heftiger Regen erschwere die Suche, berichtete NDTV.

Die Tücken des Monsuns

In Indien herrscht gerade Monsunzeit. Auch in den nördlichen Bundesstaaten Uttarakhand und Himachal Pradesh gingen in den vergangenen Wochen zahlreiche große Erdrutsche ab und blockierten Nationalstraßen. Zahlreiche Pilgerwege zu Schreinen in den Himalaya-Bergen, die im Sommer von Zehntausenden Hindus genutzt werden, wurden gesperrt. Im vergangenen Jahr kamen bei mehreren Erdrutschen in Uttarakhand Tausende Menschen ums Leben.