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Wissenschaft - Frankfurt am Main

Senckenberg-Museum stellt Dodo-Rekonstruktion vor

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Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Im 16. Jahrhundert wurde der flugunfähige Vogel Dodo auf Mauritius entdeckt, gut hundert Jahre später war er bereits ausgestorben. Damit gilt der Dodo als eines der bekanntesten Beispiele für von Menschen ausgerottete Tierarten. Im Frankfurter Senckenberg-Museum können die Besucher vom kommenden Wochenende an dennoch einen Eindruck gewinnen, wie das Tier aussah.

Präparatorin Hildegard Enting arbeitete insgesamt vier Jahre lang an einer "Lebendrekonstruktion" des Dodo, die am Mittwoch vorgestellt wurde. Die Besonderheit: Der Frankfurter Dodo ist als gefiedertes Exemplar zu sehen. Sonst existieren in Museen weltweit nur etwa 20 Skelette des Vogels, sagte Bernd Herkner, Leiter der Senckenberg-Museumsabteilung. "Und die sind teilweise nicht einmal komplett."

Nur ein mumifizierter Dodo-Kopf ohne Federn ist den Angaben zufolge in Oxford erhalten. Ein mumifizierter Fuß gilt als verschollen. Abgesehen von diesen Relikten kann das Erscheinungsbild des Dodos nur anhand zeitgenössischer Zeichnungen und Gemälde rekonstruiert werden. Auf Grundlage dieser Quellen und unter Berücksichtigung aktueller Forschungsergebnisse hat Enting den Dodo für die Senckenberg-Sammlung rekonstruiert. Dabei musste sie sich auch von eigenen Vorstellungen "komplett verabschieden", sagte sie. Den Dodo gewissermaßen als Modell noch einmal zum Leben zu erwecken, sei eine "echte Herausforderung" gewesen.