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Umweltverschmutzung - Erfurt

Thüringens Bundesrat-Initiative zu Mikroplastik erfolgreich

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Erfurt (dpa/th) - Eine von Thüringen und Hamburg angestoßene Initiative gegen Mikroplastik ist am Freitag im Bundesrat verabschiedet worden. Der Antrag fordert die Bundesregierung dazu auf, nationale Verbote oder Beschränkungen von Mikroplastik zu prüfen und auf EU-Ebene darauf zu drängen, wie das Umweltministerium in Erfurt mitteilte.

"Der Bundesrat hat mit seiner Zustimmung zu unserem Antrag heute klargemacht, dass wir die Verschmutzung unserer Umwelt durch Mikroplastik endlich beenden wollen", sagte Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne). Nun müsse die Bundesregierung handeln und neben Verbotsregelungen ein Aktionsprogramm vorlegen.

Wie Großbritannien, Italien oder Schweden müsse auch Deutschland bei den Herstellern auf den Verzicht von Mikroplastik in Kosmetik drängen. Der Bundesrat forderte mehr Schutz von Böden und Gewässern auch bei anderen Ursachen von Mikroplastik, etwa dem Abrieb von Reifen, Textilien und anderen Kunststoffartikeln.

Wie ein Sprecher des Verbandes kommunaler Unternehmen betonte, kann Mikroplastik in Kläranlagen nicht vollständig herausgefiltert werden. Einer der Haupteintragungspfade von Mikroplastik sei mit Abstand der Reifenabrieb, wodurch der weitere Wasserkreislauf belastet werde. "Ziel muss sein, Mikroplastik zu vermeiden, egal ob es sich um Mikropartikel oder flüssigen Kunststoff handelt", sagte der Sprecher. So könnte beispielsweise das bestehende EU-Reifenlabel neben Angaben zu Kraftstoffverbrauch, Bremsweg auf nasser Straße und Rollgeräusch auch Informationen über Haltbarkeit und Abrieb umfassen.