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Umwelt - Hildesheim

Bischof: Kirche muss Anwalt von "Fridays for Future" sein

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Hildesheim (dpa/lni) - Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer hat die Kirche aufgefordert, die weltweiten Schüler-Demonstrationen für größere Anstrengungen gegen den Klimawandel zu unterstützen. "Ich bin der Ansicht, die Kirche muss Anwalt der "Fridays for Future"-Bewegung sein", sagte der 58-jährige Ordenspriester der Deutschen Presse-Agentur. "Klimaschutz geht alle an. Deshalb müssen auf Worte und Absichtserklärungen auch Taten folgen. Daran erinnern Greta Thunberg und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter die Politik völlig zu Recht."

Wie ein Vatikansprecher sagte, trifft die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg an diesem Mittwoch Papst Franziskus bei einer Generalaudienz auf dem Petersplatz in Rom. Thunberg protestiert seit Monaten freitags für mehr Klimaschutz. Tausende Schüler sind der 16-Jährigen bereits gefolgt und für die "Fridays for Future"-Bewegung auf die Straße gegangen - teilweise auch während der Unterrichtszeit.

Der Papst engagiert sich ebenfalls für das Thema. 2015 veröffentlichte er mit "Laudato Si" eine Enzyklika zu Umweltfragen und bezeichnete Leugner des Klimawandels als "dumm".

Der 58-jährige Wilmer ist seit September 2018 Bischof von Hildesheim. Er wirbt für einen grundlegenden neuen Kurs in der katholischen Kirche und hat unter anderem externe Experten eingesetzt, um die Missbrauchsfälle in seinem Bistum aufzuklären. Der gebürtige Emsländer war vor seiner Ernennung zum Bischof von Hildesheim Generaloberer der Kongregation der Herz-Jesu-Priester in Rom.