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Umwelt - Gera

Badegäste im Freibad Gera klagen über Hautausschläge

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Gera (dpa/th) - Erst Raupen, nun womöglich Larven: Manche Anwohner in Gera bleiben weiterhin nicht von Insektenplagen verschont. Wie eine Sprecherin der Stadt am Freitag mitteilte, klagen Bürger, die im Naturbad in Gera-Kaimberg waren, über Hautausschläge. Vermutet werde, dass die Reizungen durch sogenannte Zerkarien verursacht wurden. Dabei handelt es sich um Saugwürmer im Larvenstadium. Dass sie sich in natürlichen Gewässern aufhalten, ist nicht ungewöhnlich.

Normalerweise würden die Parasiten Wasservögel befallen, so die Sprecherin. "Finden sie keinen tierischen Wirt, befallen Zerkarien jedoch auch Menschen. Sie bohren sich dann in die Haut und sterben innerhalb weniger Tage ab." Bei den Betroffenen führe das zu Hautirritationen, starkem Juckreiz und Schwellungen. Nun wird das Wasser aus dem Freibad im Labor untersucht. Ein Befund wird für kommende Woche erwartet. Das Freibad hat weiterhin geöffnet. Gesundheitsschädigend oder gefährlich sind Zerkarien nach Informationen des Schwimmbads und der Stadt in der Regel nicht.

In Gera-Liebschwitz hatten Anwohner in den vergangenen Wochen mit einer heftigen Schwammspinner-Raupenplage zu kämpfen.