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Technik

"Distraint 2" bringt mobile Spieler an den Abgrund

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Berlin (dpa/tmn) - Um manche Themen machen Videospiele oft mal einen Bogen. Suizid zum Beispiel. "Distraint" scheut die Auseinandersetzung mit dem schwierigen Thema nicht. Jetzt ist der Nachfolger erschienen.

Auch wer "Distraint" nicht gespielt hat, findet einen leichten Zugang zu dem finsteren Spiel rund um schwere Themen.

Protagonist Price nimmt sich nach einigen Fehlentscheidungen das Leben. Aber das Ende kommt nicht wie erwartet. Statt tot zu sein, findet Price sich in einer dunklen und verstörenden Welt wieder.

Die seltsamen Wesen, die er dort vorfindet, berichten ihm, dass es keinesfalls so leicht ist, sich mittels Selbsttötung seiner Verantwortung zu entziehen. Price muss erst noch seine Gefühls- und Gedankenwelt sortieren und sich an düstere Orte begeben und unbequemen Wahrheiten stellen.

"Distraint 2" hat düstere Themen, die es passend atmosphärisch verpackt. Musik und Grafikstil des 2D-Sidescrollers tragen zu einer intensiven Erfahrung bei, die sicher nicht für jeden Spieler geeignet ist. Neben den dunklen Thematiken enthält das Spiel auch einige Horror-Elemente.

Die berüchtigten Jumpscares anderer Horrorspiele braucht aber niemand zu fürchten. "Distraint 2" ist stets gemächlich und lässt Spieler in Ruhe über das Erlebte nachdenken. Zuweilen ist es sogar witzig und die Rätsel machen Spaß.

Nach zwei bis drei Stunden ist der Trip durchs Jenseits beendet und Spieler um wertvolle Erfahrungen reicher. Das Adventure kostet 6,99 Euro für Android und iOS.