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Rohstoffe - Zehdenick

Erdgassuche in Nordbrandenburg: Bürgerinitiative gegründet

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Zehdenick (dpa/bb) - Im Norden Brandenburgs laufen Untersuchungen nach Erdgas. Seit dem 14. Januar messen Fahrzeuge zwischen Zehdenick (Landkreis Oberhavel) und Templin (Uckermark) anhand von Vibrationen das Erdgasvorkommen in der Region, wie das Unternehmen Jasper Resources am Dienstag auf Nachfrage mitteilte. Anschließend soll beurteilt werden, ob nach Gas gebohrt wird.

Die Untersuchungen, die noch rund zwei Wochen andauern sollen, haben eine Bürgerinitiative auf den Plan gerufen. In der Region nach Gas zu bohren sei unverantwortlich, heißt es in einem Aufruf der Initiative "Gegen Gasbohrung Zehdenick/Templin". "Jetzt noch das Risiko einzugehen, Landschaften und Lebensraum zu opfern, ist absurd."

Auf ihrer Internetseite ruft die Initiative dazu auf, die Nachbarschaft über Risiken des geplanten Vorhabens zu informieren und Politiker der Landkreise dazu aufzufordern, sich gegen geplante Bohrungen einzusetzen. Zunächst hatte die "Märkische Allgemeine" berichtet (Dienstag).

Die Lizenz zur Erdgassuche hat das Unternehmen nach Angaben des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) bereits seit 2015 für die Dauer von fünf Jahren. Für die Untersuchungen gebe es naturschutzrechtliche Auflagen, sagte Karina Pulz, Dezernentin Recht beim LBGR. Für Bohrungen seien weitere Genehmigungen erforderlich.

Auch anderswo in Brandenburg - etwa in Guhlen am Schwielochsee (Landkreis Dahme-Spreewald) - wird nach Erdgas gesucht.