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Rohstoffe - Hamburg

Aurubis stellt Chef frei und stoppt Projekt

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Hamburg (dpa) - Der Metallkonzern Aurubis hat seinen Chef kurz vor dem geplanten Weggang freigestellt und ein großes Investitionsprojekt abgeblasen. Wie das MDax-Unternehmen am Mittwoch mitteilte, ist der Vorstandsvorsitzende Jürgen Schachler mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden. Zudem sei das Projekt FCM gestoppt, das ein Hoffnungsträger des Konzerns war. Das aktuelle konjunkturelle Umfeld werde das Ergebnis des dritten Geschäftsquartals 2018/19 und das Gesamtjahresergebnis belasten, warnte der Konzern weiter.

Investitionen von 320 Millionen Euro für FCM sollten ab dem Geschäftsjahr 2022/23 einen jährlichen Beitrag zum Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von rund 80 Millionen Euro leisten. Jetzt habe sich herausgestellt, dass die Investitionskosten deutlich höher wären. Das Projekt sei nicht mehr wirtschaftlich, hieß es. Die schon versenkten Kosten würden das Ergebnis des dritten Quartals mit rund 30 Millionen Euro belasten.

"Aurubis hat mit dem Projekt FCM große Erwartungen geknüpft. Es ist schmerzhaft zu erkennen, dass sich die externen und internen Voraussetzungen so verändert haben, dass eine wirtschaftliche Umsetzung des Projektes nicht mehr möglich ist", erklärte Roland Harings, der Schachler als Chef beerben wird.

Zuvor hatte Aurubis angekündigt, dass der 65-jährige Schachler sein Amt Ende Juni an Harings übergeben werde. Mit der Freistellung des Top-Managers, in dessen Amtszeit die wichtigsten Schritte des Projektes FCM fielen, wird der Übergang nun forciert. Aurubis halte an seiner Strategie fest, sich zu einem Multimetall-Anbieter weiter zu entwickeln. Der Erwerb der belgisch-spanischen Metallo-Gruppe zu einem Kaufpreis von 380 Millionen Euro sei ein "wichtiger Baustein in der Umsetzung der Strategie".