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Raumfahrt - Köln

Saarländer Matthias Maurer offiziell Astronaut

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Köln/St. Wendel (dpa/lrs) - Er könnte der nächste Deutsche sein, der bald ins All fliegt: der aus dem Saarland stammende Matthias Maurer. Wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt am Dienstag mitteilte, hat Maurer seine Grundausbildung abgeschlossen und darf sich nun offiziell Esa-Astronaut nennen. "Wir werden es schaffen, dass innerhalb der nächsten drei Jahre geflogen wird", sagte Johann-Dietrich Wörner, Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA, bei der feierlichen Zeugnis-Übergabe in Köln.

Was dem Doktor der Materialwissenschaft aus St. Wendel jetzt noch fehlt, ist das Training für die genaue Mission, die er eines Tages antreten wird. Maurer wäre dann der zwölfte Deutsche im All. 2008 bewarb sich Maurer beim Esa-Astronautenprogramm und ließ mehr als 8000 Bewerber hinter sich. 2017 wurde verkündet, dass er Teil des aktiven Esa-Astronautenkorps sei - als zweiter Deutscher neben Alexander Gerst. Hinter Maurer liegt eine harte Ausbildung. Unter anderem wurde er in Schweden bei frostigen Temperaturen in ein Überlebenstraining geschickt, ohne Schlafsack, Zelt und Proviant. Er lernte Russisch und Chinesisch und verbrachte 16 Tage in einer Station unter Wasser. Das Projekt sollte eine Mars-Mission simulieren.