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Naturschutz - Wilgartswiesen

Weiterer Luchs pirscht durch den Pfälzerwald

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Trippstadt (dpa/lrs) - Im Pfälzerwald ist ein weiterer Luchs ins freie Leben entlassen worden. Das junge Männchen mit einem Gewicht von 17 Kilogramm wurde zuvor von einem Zoo in der Slowakei aufgenommen und aufgepäppelt, wie die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz am Dienstag mitteilte. Die Freilassung eines weiteren Tieres wurde auf die nächsten Tage verschoben, weil es einen Defekt mit dem GPS-Sendehalsband gab. Die Ortung der Luchse ermöglicht es, sie während der Eingewöhnungszeit zu begleiten.

Damit gebe es zurzeit elf selbstständige Luchse und mindestens vier Jungtiere, sagte eine Sprecherin des Projekts. Zwei Tiere sind verunglückt, eines ist in die Vogesen abgewandert. Und ein Luchs zog etwas weiter zum Donnersberg in der Nordpfalz. In diesem Jahr wurden für die kleine Population drei Würfe mit mindestens vier Jungtieren registriert. Insgesamt sollen 20 Luchse für das Wiederansiedlungsprojekt freigelassen werden.

Unterstützt wird das Projekt vom europäischen Förderprogramm LIFE-Natur. Projektpartner der Stiftung sind Landesforsten Rheinland-Pfalz, die Organisation für den Naturpark Nordvogesen (SYCOPARC) in Frankreich sowie die WWF-Stiftung. Gestartet wurde das Projekt im Januar 2015. Es soll bis 2020 laufen. Ziel ist es, zum Schutz und Erhalt des Luchses beizutragen, der in Europa nur in wenigen Rückzugsgebieten vorkommt und in Zentral- und Westeuropa als gefährdet eingestuft wird.