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Klima - Koblenz

Schülerdemo für Klimaschutz: Unterstützung vom DGB-Chef

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Mainz/Koblenz (dpa/lrs) - Schüler in Mainz, Koblenz und Ingelheim am Rhein gehen am (morgigen) Freitag erneut mit der Forderung nach einer aktiveren Politik zur Bekämpfung des Klimawandels auf die Straße. Bei den "Fridays for Future" genannten Demonstrationen am Vormittag und Mittag würden in der Landeshauptstadt etwa 1000 Teilnehmer, in Koblenz ungefähr 300 und in Ingelheim etwa 200 Teilnehmer erwartet, teilten die Initiatoren und Städte mit.

Der rheinland-pfälzische DGB-Chef Dietmar Muscheid verteidigte den Schulstreik für den Umweltschutz während der Unterrichtszeit gegen die Kritik einiger Politiker. "Schule und Politik sollten den Unterrichtsausfall akzeptieren, wenn man will, dass sich diese jungen Menschen auch in Zukunft noch engagieren", sagte Muscheid im Redaktionsgespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. "Wer den jungen Leuten sagt, Umweltpolitik sei nur ein Thema für Experten, der fördert Politikverdrossenheit", kritisierte Muscheid eine Äußerung von FDP-Parteichef Christian Lindner. Dieser hatte gesagt: "Von Kindern und Jugendlichen kann man nicht erwarten, dass sie bereits alle globalen Zusammenhänge, das technisch Sinnvolle und das ökonomisch Machbare sehen. Das ist eine Sache für Profis."

Die "Fridays for Future"-Bewegung der Schüler hatte vor kurzem in Berlin das Aus für ein Viertel der deutschen Kohlekraftwerke noch in diesem Jahr gefordert. Zudem müsse der Kohleausstieg in Deutschland bis 2030 und nicht wie von der Kohlekommission vorgeschlagen erst 2038 realisiert werden. Die Abwendung von der Kohle spiele eine Schlüsselrolle beim Klimaschutz. Um die Klimaziele zu erreichen, müsse Deutschland bis 2035 seine Energieversorgung vollständig auf erneuerbare Quellen umstellen.