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Schnellerer Ausstieg aus Kohle: Pinkwart gegen Söder-Vorstoß

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München/Düsseldorf (dpa) - Einen Vorstoß von CSU-Chef Markus Söder, schon bis 2030 aus der Kohleenergie auszusteigen, hat der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Sonntag zurückgewiesen. Er halte aber ein Vorziehen des Ausstiegs im Jahr 2035 für möglich, sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag. Das wären drei Jahre vor dem vereinbarten Zeitpunkt. Dafür müsse es mehr Tempo beim Ausbau der Netze und der erneuerbaren Energien, mehr Speicher und schnellere Genehmigungen geben, sagte Pinkwart. Die Bundesregierung müsse nun die Ärmel hochkrempeln. Der "Rheinischen Post" hatte Pinkwart zuvor gesagt, er sehe Spielräume für einen schnelleren Ausstieg, auch unter dem Eindruck der Demonstrationen.

Der bayerische Ministerpräsident Söder hatte am Samstag eine massive Beschleunigung beim Kohleausstieg gefordert. Nur dann seien die deutschen Klimaziele zu erreichen. Pinkwart kritisierte, Söder stelle nun Zeitpunkt und Strukturmittel infrage, die von der Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung" Anfang des Jahres vorgegeben worden seien. Dort war die schrittweise Beendigung der Kohleverstromung bis 2038 vereinbart worden.