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Geschichte - Memmingen

Museum gibt NS-Raubgut an Opferfamilie zurück

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Memmingen (dpa/lby) - Das Stadtmuseum Memmingen hat Nachfahren einer jüdischen Kaufmannsfamilie von den Nationalsozialisten geraubte Kunstschätze zurückgegeben. "Man kann das Unrecht nicht wiedergutmachen, aber etwas Selbstverständliches tun und den Besitzern ihr Eigentum zurückgeben", sagte Kulturamtsleiter Hans-Wolfgang Bayer am Donnerstag. Vier Angehörige der Familie Guggenheimer sind aus Großbritannien zur Übergabe ins Memminger Rathaus gereist. Bei den Gegenständen handelt es sich um eine Tischuhr, ein Gemälde und eine Elfenbeinminiatur in Form eines Gartenpavillons.

Der Kaufmann und Fotograf Julius Guggenheimer und seine Frau wurden während des Zweiten Weltkriegs deportiert und ermordet. Zuvor mussten sie die Kunstgegenstände für einen geringen Betrag an das Memminger Stadtmuseum verkaufen. Die Wiederentdeckung der Gegenstände erfolgte zufällig: Vor drei Jahren hatte das Stadtmuseum Fotografien von Guggenheimer ausgestellt. Besucher erkannten auf einem Bild, das die Wohnung der Guggenheimer zeigt, ein Gemälde des Memminger Künstlers Josef Madlener. Museumsmitarbeiter recherchierten daraufhin und fanden das NS-Raubgut in der städtischen Sammlung.