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Geschichte - Magdeburg

Kolonialismus Schwerpunkt des Zentrums Kulturgutverluste

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Magdeburg (dpa/sa) - Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste übernimmt eine zentrale Rolle bei der Erforschung von Kulturgütern aus kolonialem Kontext. Die Stiftung solle Grundsätze für die Förderung der Provenienzrecherche in Museen und Sammlungen sowie die Grundlagenforschung in diesem Bereich erarbeiten, hieß es am Mittwoch in Magdeburg nach einer Sitzung des Stiftungsrates. Es sei eine enge Zusammenarbeit mit dem Deutschen Museumsbund geplant. Die Förderung der Provenienzforschung zu NS-Raubkunst als Kernaufgabe sei vom neuen Aufgabenbereich unberührt, hieß es weiter.

Nach Angaben der Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, ist die Debatte um den angemessenen Umgang mit Kulturgütern aus kolonialem Kontext aktuell Thema in vielen Ländern Europas. Im neuen Koalitionsvertrag sei die Aufarbeitung des Kolonialismus ein Schwerpunkt. "Unsere Aufgabe in der Politik wird es nun sein, diesen Forschungsschwerpunkt auch langfristig finanziell abzusichern und Museen zu motivieren, diese Forschungsmöglichkeiten zu nutzen und damit im Sinne der Völkerverständigung neue Formen der Zusammenarbeit mit den Herkunftsstaaten zu ermöglichen", erklärte Grütters.