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Geschichte - Magdeburg

Ausstellung erinnert an Todesopfer des DDR-Grenzregimes

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Magdeburg (dpa/sa) - Eine neue Ausstellung im Landtag in Magdeburg informiert über Opfer des DDR-Grenzregimes mit Bezug zu Sachsen-Anhalt. Sie schildert die jeweilige Todesursache und den konkreten Todesort von Frauen, Männern und Jugendlichen, die an der 342 Kilometer langen innerdeutschen Grenze auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalts getötet wurden. Aber auch an Opfer an anderen Abschnitten der Grenze wird erinnert.

Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen sind zwischen 1949 und 1989, dem Jahr des Mauerfalls, 124 Menschen mit Bezug zu Sachsen-Anhalt ums Leben gekommen. 98 Menschen davon kamen laut Landtag an Grenzabschnitten in Sachsen-Anhalt ums Leben, 26 Menschen verloren an anderen Grenzabschnitten ihr Leben, sieben an der Berliner Mauer.

"Die Ausstellung kann dazu beitragen, dass die Schicksale dieser Menschen Teil unserer kollektiven Erinnerung werden", erklärte die Beauftragte des Landes zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Birgit Neumann-Becker vor der Eröffnung an diesem Mittwoch.

Die Ausstellung mit dem Titel "An der Grenze erschossen. Erinnerung an die Todesopfer des DDR-Grenzregimes in Sachsen-Anhalt" erläutert mehrere Einzelfälle und listet alle bekannten Todesfälle auf. Dazu gibt es eine Begleitbroschüre mit den Informationen und den Methoden der wissenschaftlichen Recherche.