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Geschichte - Lüneburg

Synagogen-Gedenkstätte in Lüneburg eröffnet

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Lüneburg (dpa/lni) - Mit einer neu gestalteten Gedenkstätte erinnert Lüneburg künftig an den Holocaust und die jüdische Geschichte in der Hansestadt. Sie wurde 80 Jahre nach der Pogromnacht vom 9. November 1938 an der Stelle der zwangsverkauften und später abgerissenen Synagoge wiedereröffnet werden. Eingeladen hatten die Stadt und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Lüneburg.

Die Anlage ist mit weißen Betonwänden und unregelmäßig durchbrochenen Eisengittern eingefasst. Vier Bronzetafeln erinnern nun an die Opfer des Holocaust und an die 100 jüdischen Familien, die seit der Einweihung der Synagoge 1894 in Lüneburg gelebt haben. Bislang erinnerte dort lediglich ein einzelner Gedenkstein an das Gotteshaus.

In der Pogromnacht von 1938 mit von den Nazis angesteckten Synagogen, verwüsteten Geschäften und mehr als 1300 Toten fanden die bis dahin schwersten Ausschreitungen gegen Juden seit 1933 statt.