bedeckt München 28°

Geschichte - Erfurt

Sieben "Rosinenbomber" in Erfurt zwischengelandet

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Erfurt/Berlin (dpa) - Sieben der rund 20 sogenannten Rosinenbomber, die am Sonntag zur Erinnerung an die legendäre Luftbrücke vor 70 Jahren über Berlin geflogen sind, haben einen Zwischenstopp in Erfurt eingelegt. Es sei kurzfristig angefragt worden, ob die Flugzeug-Oldtimer in Erfurt landen könnten, sagte ein Flughafen-Sprecher am Montag auf Anfrage.

"Es war kein Notfall, es ging um Landemöglichkeiten." Im Laufe des Montags seien die Maschinen vom Typ DC-3 wieder gestartet. Einige von ihnen hätten sich auf den Weg in die USA gemacht - die Strecke würde von den historischen Flugzeugen mit Zwischenstopps bewältigt.

Die Rosinenbomber konnten auf dem einstigen Berliner Innenstadt-Flughafen Tempelhof nicht landen. Während der sowjetischen Berlin-Blockade vom 24. Juni 1948 bis 12. Mai 1949 hatten die Westalliierten per Flugzeug Hilfsgüter in den von der Außenwelt abgeriegelten Westteil der Stadt gebracht - darunter auch an kleinen Haltern befestigte Süßigkeiten für Kinder, daher der liebevolle Begriff "Rosinenbomber".

Der Erfurter Flughafen hat derzeit freie Kapazitäten für Starts und Landungen. Grund ist die Insolvenz der Fluggesellschaft Germania, die einen großen Teil des Charterverkehrs in Erfurt zu Reisezielen vor allem am Mittelmeer bestritten hatte. Hauptgesellschafter des Flughafens in Erfurt ist das Land Thüringen.