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Forschung - Messel

Wissenschaftler finden neue Vorfahren der Schlupfwespe

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Messel (dpa/lhe) - Wissenschaftler haben im Unesco-Weltnaturerbe Grube Messel bei Darmstadt Fossilien von sieben bisher unbekannten Schlupfwespen-Arten gefunden. Eine dieser Arten gehöre zu einer Untergruppe, die man bisher nur Nordamerika, Australien und Neuguinea zuordnen konnte, teilte Sonja Wedmann vom Senckenberg Forschungsinstitut in Frankfurt am Donnerstag mit. "Nun sehen wir, dass es die Insekten vor 47 Millionen Jahren auch in Europa gab." Unter den Insektenfossilien sei auch eine Art, die damit zum ältesten gesicherten Vertreter ihrer Gattung weltweit wird.

Die Schlupfwespe sei "eher weitläufig mit den "echten" Wespen verwandt", sagte Wedmann. Wie die heutigen Vertreter seien die Ur-Schlupfwespen parasitär gewesen. Mit ihrem langen Legebohrer bringen sie ein Ei in ihren Wirt ein - meistens Schmetterlinge oder Käfer. Wenn die Larve nach einige Tagen schlüpft, frisst sie ihren Wirt von innen auf.