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Forschung - Arzberg

5G an jeder Milchkanne?: Testfeld zur Digitalisierung

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Arzberg (dpa) - Die Digitalisierung macht auch vor der Landwirtschaft nicht Halt. Um die Betriebe dabei zu unterstützen, hat das sächsische Agrarministerium am Montag ein Experimentierfeld für 5G in der Landwirtschaft gestartet. Wissenschaft, Industrie und die Bauern sollen in dem Areal ausprobieren können, welche Möglichkeiten die Digitalisierung bietet. Das reicht von der Datenverarbeitung beim Düngemitteleinsatz bis hin zu autonom fahrenden Erntemaschinen. Es gebe ein großes Interesse der Landwirte, sagte Minister Thomas Schmidt (CDU) in Arzberg (Nordsachsen) zum Start des Projektes.

Das Testfeld umfasst ein fast 2000 Quadratkilometer großes Gebiet in einem Dreieck zwischen Arzberg, Lommatzsch und Nossen. Dort seien die verschiedensten Agrarbetriebe von Tierzucht bis Obstbau zu finden, sagte Schmidt. Das Gebiet soll mit 5G versorgt werden. Dazu nutzt das Ministerium Regionalfrequenzen abseits der kürzlich an die großen Mobilfunkanbieter versteigerten Lizenzen. Diese Regionalfrequenzen werden von der Bundesnetzagentur kostenlos zur Verfügung gestellt. Das Projekt wird laut Schmidt zudem vom Bund gefördert.

Geplant sind unterschiedliche Forschungsprojekte zur digitalen Landwirtschaft. Die gesammelten Messergebnisse sollen online gestellt werden, damit alle davon profitieren können. Das Testfeld ist auf vier Jahre angelegt, nächstes Jahr sollen Zwischenergebnisse präsentiert werden.