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Wohnen - Georgsmarienhütte

Kirche will alte Menschen zum Wohnungstausch ermuntern

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Georgsmarienhütte (dpa/lni) - Zum Bekämpfen der Wohnungsnot regt der Familienbund der Katholiken im Bistum Osnabrück einen Wohnungstausch von älteren Menschen an. Kirchengemeinden könnten Initiativen zum Wohnungstausch starten oder ältere Gemeindemitglieder ermuntern, leerstehende Wohnungen zu vermieten, sagte die Vorsitzende des Familienbundes, Marga Apke, am Freitag in Georgsmarienhütte.

"Oft leben Ältere allein in für sie eigentlich zu großen Wohnungen, möchten aber nicht umziehen, weil sie weiter den Kontakt zu den Menschen in ihrem Wohngebiet halten möchten." Manchmal wohne sogar eine einzelne Person allein in einem Zweifamilienhaus, weil sie sich mit der Rolle als Vermieter überfordert fühle. "Da sollten sich in einer Kirchengemeinde doch Menschen finden, die Mut machen und mit Rat und Tat unterstützen", forderte Apke.

Darüber hinaus ruft der Familienbund die Kirchengemeinden auf, kirchliche Gebäude für die Einrichtung von bezahlbarem Wohnraum zu nutzen oder kirchliche Grundstücke für eine sozialverträgliche Bebauung mit Wohnraum abzugeben. In einem Brief an die Gemeinden regte der Familienbund an, vor Ort mit einer Umfrage zu ermitteln, wie groß die Bedeutung der Wohnungsfrage in der eigenen Gemeinde ist. Beispiele gelungener Initiativen gegen Wohnungsnot sollten geteilt werden, damit auch andere davon profitieren könnten.

Der Familienbund Osnabrück vertritt die Interessen von Eltern und Kindern in Politik, Gesellschaft und Kirche. Er ist der Dachverband von acht Mitgliedsverbänden und weiteren sieben Einrichtungen der Familienbildung. Im Bistum Osnabrück bündelt der Familienbund die familienpolitischen Positionen von rund 95 000 Mitgliedern.