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Wohnen - Berlin

Berliner: mehr Geld für Müll und Abwasser als anderswo

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Berlin (dpa/bb) - Müll, Abwasser und Grundsteuer kommen Mieter in Berlin teurer zu stehen als in vielen anderen Städten. Eine vierköpfige Familie in einer Berliner Standard-Wohnung zahlt im jährlichen Schnitt 1619 Euro für diese Nebenkosten, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des Eigentümerverbands Haus&Grund ausgerechnet hat.

Damit liegt die Hauptstadt in einem Ranking von 100 deutschen Städten auf Platz 94. Potsdam rangiert mit 1763 Euro sogar auf Platz 97. Am billigsten kommen demnach Mieter in Regensburg mit jährlich 860 Euro weg, am meisten berappen die Leverkusener mit 1981 Euro.

Die Nebenkosten sind für Mieter in den letzten Jahren zu einem immer größeren Preistreiber geworden. Nicht enthalten in der Rechnung des IW sind Heiz-, Strom- und Frischwasserkosten oder andere Gebühren wie Zählerablesung und Wartung - diese Kosten können Vermieter ebenfalls auf ihre Mieter umlegen.

Der Verband kommunaler Unternehmen warf den Autoren der Studie vor, Äpfel und Birnen zu vergleichen. "Abwasser- oder Abfallentgelte haben deutschlandweit nicht die gleiche Zusammensetzung", erklärte er. Warum da so ist, blieb unklar.