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Wirtschaft - Chemnitz

Lohnniveau in Sachsen weit entfernt vom Bundesdurchschnitt

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Leipzig (dpa/sn) - Das Lohnniveau in Sachsen bleibt im Bundesvergleich niedrig. Wenn die Angleichung der Löhne so weiter geht wie bisher, werde es noch 25 Jahre dauern, bis Sachsen auf Bundesniveau ist, wie die "Leipziger Volkszeitung" (Donnerstag) berichtet. Die Zahlen hat die Regionaldirektion der Bundesarbeitsagentur in Chemnitz für die "LVZ" errechnet.

Im Bundesvergleich landet Sachsen demnach auf dem drittletzten Platz noch hinter Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern. Das mittlere Einkommen in Sachsen betrug im vergangenen Jahr 2479 Euro. Das sei zwar ein Zuwachs von 91 Euro gegenüber dem Jahr davor und ein Plus von 614 Euro innerhalb von zehn Jahren, im Bundesschnitt liege der Medianlohn aber bei 3209 Euro. Gehe man davon aus, dass sich die Löhne in Sachsen so weiter entwickeln, könnten sich die Löhne in Sachsen in 24,7 Jahren dem bundesweiten Medianlohn angepasst haben.

Die Ursache für die Lohnunterschied sieht Klaus-Peter Hansen, Chef der Landesarbeitsagentur, laut "LVZ" in den unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen und Betriebsgrößen. Größere Betriebe seien oft tarifgebunden und würden deshalb bessere Löhne zahlen. Im Osten fehlten Konzernsitze, 80 Prozent aller Firmen seien Kleinbetriebe. Auch mangele es an Forschungs- und Entwicklungsabteilungen.