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Nabu: 20 Meter Schutzstreifen zwischen Äckern und Gewässern

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Erfurt (dpa/th) - Der Naturschutzbund Thüringen fordert an Gewässern einen 20 Meter breiten Schutzstreifen zu benachbarten Äckern. "Die Landesregierung sollte jetzt endlich bei der Änderung des Thüringer Wassergesetzes Nägel mit Köpfen machen, um Gewässer ausreichend vor schädlichen Stoffeinträgen zu schützen", sagte der Nabu-Landesvorsitzende Martin Schmidt am Donnerstag in Erfurt. Der Entwurf des Gesetzes, das im Mai im Landtag verabschiedet werden soll, sieht bislang einen Streifen von zehn Metern vor.

Durch die bepflanzten Uferzonen soll verhindert werden, dass Pestizide oder Nährstoffe wie Nitrat in die Flüsse gelangen. Nitrat sei zwar für Pflanzen wichtig, könne in Gewässern aber das ökologische Gleichgewicht empfindlich stören. Pestizide würden in Thüringer Gewässern zwar so gut wie nie nachgewiesen, erläuterten die Naturschützer. Experten gingen aber davon aus, dass Insekten und deren Larven im und am Gewässer auch dann geschädigt werden könnten, wenn Pestizide bei konventionellem Ackerbau bis nahe ans Ufer auch nur kurzzeitig ins Wasser gelangten.