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Nach Fischsterben ermittelt Polizei gegen Speditionsarbeiter

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Heilbronn (dpa/lsw) - Nach der Verunreinigung eines Neckarzuflusses und dem anschließenden Fischsterben bei Heilbronn ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft gegen zwei Mitarbeiter einer Speditionsfirma. Einer der Mitarbeiter soll mit einem Gabelstapler einen Plastiktank beschädigt haben. Dadurch seien rund 1000 Liter einer Flüssigkeit zur Herstellung von Reinigungsmitteln ausgelaufen und unter anderem in den Fluss Schozach gelangt, teilten die Ermittler am Mittwoch mit. Gegen den 31-Jährigen sowie einen anderen Mitarbeiter, der von dem Vorfall wusste, ihn aber auch nicht meldete, ermittelt die Polizei wegen Gewässerverschmutzung.

Interne Untersuchungen der Speditionsfirma hatten zu den beiden Beschuldigten geführt. Die Firma wollte sich zunächst nicht zu dem Vorfall äußern und verwies auf die laufenden Ermittlungen. Man arbeite sehr eng mit den Ermittlern zusammen, "um den Vorfall baldmöglichst zu klären", teilte ein Firmensprecher mit.

Das Landratsamt untersucht derweil weiter die Folgen für die Umwelt. Die Kleinstlebewesen in dem Fluss seien wohl nicht so stark geschädigt wie zunächst befürchtet, teilte die Behörde mit. Somit sei die Grundlage für eine Wiederbesiedelung durch Fische gegeben, die sich unter anderem von diesen Lebewesen ernähren. Derzeit würden außerdem drei sicherheitshalber abgestellte Trinkwasserbrunnen gespült und Schmutzwasserkanäle gereinigt.

In der vergangenen Woche waren zahlreiche Fische und Wasservögel in der Schozach unterhalb von Ilsfeld verendet. Hinweise deuteten auf einen Zusammenhang mit einem Unfall auf dem Gelände der Spedition hin.