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Rechtsabbiege-Unfälle: "Bike-Flash" soll Radfahrer schützen

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Wird ein Radfahrer oder ein Fußgänger von dem System erkannt, blinken vier Leuchten in unterschiedlichen Höhen und warnen den LKW-Fahrer. Foto: Hauke-Christian Dittrich

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Garbsen (dpa) - Zeitgleich zum bundesweiten Start eines neuartigen Schutzsystems für Radfahrer hat ein Lastwagen eine junge Frau beim Abbiegen überrollt und getötet. Die Technik, die Radfahrer im toten Winkel vor abbiegenden Lastwagen schützen soll, ging erstmals bei Hannover in Betrieb.

Das System "Bike-Flash" soll verhindern, dass Lastwagenfahrer beim Rechtsabbiegen parallel fahrende Radler übersehen und erfassen.

Eine Wärmesensorik kann Radfahrer wie auch Fußgänger ab einer Entfernung von 40 Metern vor einem Abzweig erkennen. An einem Mast an der Kreuzung blinken dann vier Leuchten in unterschiedlicher Höhe, die Lastwagen- und Autofahrer vor der Gefahr warnen. Wie die Stadt Garbsen mitteilte, kostete die Pilotanlage 34.000 Euro. Studenten sollen ihren Beitrag zur Verkehrssicherheit untersuchen.

Genau einer der dramatischen Unfälle, die das neue System verhindern soll, ereignete sich zweieinhalb Stunden vor der Präsentation der Anlage nur wenige Kilometer entfernt. Beim Abbiegen erfasste ein Lastwagen in Burgdorf eine 16-Jährige auf ihrem Fahrrad unweit einer Schule. Der Fahrer hatte die Schülerin offenbar komplett übersehen und schleifte sie noch dutzende Meter mit.