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Verkehr - Rendsburg

Neubau der Rendsburger Schwebefähre kommt voran

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Rendsburg/Kiel (dpa/lno) - Der Neubau der Rendsburger Schwebefähre schreitet voran. Die Fachfirma habe mit den Ausführungsplanungen begonnen, sagte ein Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts (WSA) Kiel-Holtenau. Die Detailplanungen würden dem WSA aktuell zur Freigabe vorgelegt. Mitte des Jahres soll dann am Hauptsitz der Firma Hermann GmbH Maschinenbautechnologie in Weiden in der Oberpfalz mit dem Bau der neuen Schwebefähre begonnen werden. Dort werden die Segmente so weit vorgefertigt, dass sie auf Lastwagen zum Standort in Bremen gebracht werden können. Der WSA-Sprecher rechnet damit, dass dies im Spätsommer oder Herbst soweit sein wird.

In Bremen wird die Schwebefähre dann komplett zusammengesetzt und mit Hilfe eines Schwimmpontons nach Rendsburg gebracht. Die elf Millionen teure Fähre soll dem Erscheinungsbild ihrer Vorgängerin entsprechen. Parallel zum Neubau werden die Schienen der Schwebefähre erneuert. Die hierfür angesetzten Kosten von 5,5 Millionen Euro umfassen auch die 36 Schienenträger und die Konsolen, mit denen diese am Haupttragwerk der Brücke befestigt sind. Die Arbeiten sollen mit der Inbetriebnahme der neuen Schwebefähre 2020 abgeschlossen sein.

Die an der Rendsburger Eisenbahnhochbrücke hängende alte Schwebefähre war am 8. Januar 2016 mit einem Motorschiff kollidiert. Das unter Denkmalschutz stehende historische Verkehrsmittel wurde laut Wasser- und Schifffahrtsamt zuvor täglich von durchschnittlich 350 Fahrzeugen sowie 1700 Fußgängern und Radfahrern genutzt. Sie ist eine von weltweit noch acht Schwebefähren. Die alte Schwebefähre wird in Abstimmung mit dem Denkmalschutz auf dem WSA-Bauhof in Rendsburg verwahrt.