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Verkehr - Hannover

Warnung vor hohem Sanierungsstau bei Niedersachsens Straßen

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Hannover (dpa/lni) - Auf Niedersachsen kommen bei der Instandhaltung der Straßen nach Schätzung des Städte- und Gemeindebundes (NSGB) Milliardeninvestitionen zu. "Wir kommen bei der Sanierung unserer Straßen nicht nach", sagte NSGB-Sprecher Thorsten Bullerdiek der Deutschen Presse-Agentur. Der Abbau werde zudem ausgebremst durch den Fachkräftemangel. Er erweise sich als eine Art Nadelöhr. Das bestätigte auch der Niedersächsische Städtetag (NST).

"Derzeit sind alle Tiefbauunternehmen bis an die Grenze ausgelastet, so dass neben dem Geld auch oft genug die Menschen fehlen, die für die Arbeiten erforderlich wären", sagte NST-Geschäftsführer Dirk-Ulrich Mende. Fortschritte beim Abbau des auf mehrere Milliarden Euro geschätzten Sanierungsstaus sah auch er nicht: "So viel Geld ist in den vergangenen zwölf Monaten nicht verbaut worden."

Das zuständige Wirtschaftsministerium in Hannover wies dagegen darauf hin, dass die Kommunen bei ihren Straßenbauprojekten mit jährlich 75 Millionen Euro unterstützt werden. Eine Statistik über die Anzahl der 2018 fertiggestellten oder neu gebauten kommunalen Straßen im Lande führt das Ministerium nicht. "Niedersachsen verfügt inzwischen wieder über sehr gute finanzielle Möglichkeiten", sagte ein Sprecher.