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Verkehr - Göttingen

Sanierungsbeginn von ICE-Strecke Hannover-Göttingen

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Hannover (dpa) - Reisende auf der ICE-Strecke Hannover-Göttingen müssen sich in den kommenden sechs Wochen auf längere Fahrzeiten einstellen. Die Deutsche Bahn beginnt an diesem Dienstag mit der Sanierung der Strecke. ICE-Pendler zwischen Nord- und Süddeutschland sowie Berlin und Frankfurt müssen sich auf eine 30 bis 45 Minuten längere Fahrt einrichten. Dies ist schon in die Fahrpläne eingearbeitet. Die Züge fahren während der Arbeiten über die herkömmliche Strecke, was dort zu Ausfällen und Anpassungen im niedersächsischen Regionalverkehr führt.

Die Arbeiten sind der Auftakt einer kompletten Sanierung der Schnellstrecken Hannover-Würzburg und Mannheim-Stuttgart, die knapp 30 Jahre nach der Inbetriebnahme in Etappen bis 2023 vorgenommen wird. Für die Arbeiten von Hannover bis Göttingen hat die Bahn 175 Millionen Euro veranschlagt. Rund 140 Kilometer Gleise, 47 Weichen, 243 000 Schwellen und 405 000 Tonnen Schotter sind erforderlich. Außerdem werden neun Tunnel und acht Talbrücken sowie die Oberleitung saniert.

"Wir wissen, dass die Sanierung den Kunden Geduld und Verständnis abverlangt", sagte die Norddeutschland-Chefin der Bahn, Manuela Herbort. Pendler mit einer Monats- oder Jahreskarte für den ICE sollen eine finanzielle Entschädigung erhalten.

Auf die Sanierung der Verbindung Hannover-Göttingen folgt die Strecke Mannheim-Stuttgart, die vom 10. April bis 31. Oktober 2020 nicht befahrbar sein wird. Der Abschnitt Göttingen-Kassel wird von April bis Juli 2021 unterbrochen. Dann kommt im Jahr 2022 die Trasse Fulda-Würzburg dran und schließlich 2023 der Gleisstrang von Kassel nach Fulda.