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Verkehr - Frankfurt am Main

Mehr gebührenpflichtige Parkplätze in Frankfurt

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Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Auswärtige Besucher sollen künftig nicht mehr kostenlos im Innenstadtbereich von Frankfurt parken können. "Eine Seite ist für die Bewohner reserviert, und die andere Seite ist frei. Wir werden das ändern", sagte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montag). "Die Seite für die Bewohner bleibt, und das Parken auf der anderen Seite wird für die Auswärtigen künftig gebührenpflichtig."

Zudem soll das Parken generell teurer werden. In der Innenstadt sollen die Park-Gebühren von drei Euro auf vier Euro pro Stunde angehoben werden. Im Außenbereich sieht die Stadt eine Erhöhung der Preise von 1,50 Euro auf zwei Euro vor. Die Pläne seien Teil eines Konzeptes, um die Stickstoffbelastung zu senken, sagte Oesterling der Zeitung. Außerdem sollen neue Busspuren entstehen und der Radverkehr ausgebaut werden. Mit längeren U-Bahnen will die Stadt mehr Pendler zu einem Umstieg vom Auto in den öffentlichen Nahverkehr bewegen.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte vor dem Verwaltungsgericht in Wiesbaden gegen das Land Hessen, das für die Luftreinhaltung zuständig ist, geklagt. Nun läuft der Rechtsstreit in zweiter Instanz. Das Umweltministerium fordert dafür von der Stadt ein Konzept, wie sie in Zukunft die Stickstoffgrenzwerte einhalten will. Der Jahresabgas-Grenzwert liegt europaweit bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. In Frankfurt gibt es Messstationen an denen bereits höhere Stickoxid-Belastungen gemessen wurden.