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Car-Freitagsnachlese: Die meisten Tuner posierten ganz brav

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Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Sondereinsätze der nordrhein-westfälischen Polizei gegen die Raser-Szene am sogenannten "Car-Freitag" zeigen Wirkung: In diesem Jahr wurden keine größeren Zwischenfälle bekannt. Die Polizeidienstellen zwischen Rhein und Weser hatten keine illegalen Autorennen oder Verletzte in Zusammenhang mit dem traditionellen Auftakt der Tuning-Saison zu vermelden.

Die Polizei machte am Freitag allerdings ordentlich "Beifang": Viele Polizeistationen berichteten am Samstag von Rasern, die ihnen bei Schwerpunkt-Kontrollen ins Netz gingen. Insgesamt kamen in NRW Hunderte Geschwindigkeitsüberschreitungen zusammen, die mit teils hohen dreistelligen Bußgeldern oder sogar Führerscheinentzug bestraft wurden. Einige waren mehr als doppelt so schnell unterwegs wie erlaubt.

Am "Car-Freitag", benannt nach dem kirchlichen Karfreitag, trifft sich immer wieder die Tuner-Szene. In der Vergangenheit kam es an dem Tag auch zu illegalen Autorennen.

Im Kreisgebiet Gütersloh versammelten sich an den bekannten Treffpunkten jeweils mehrere Dutzend Fans hochmotorisierter Fahrzeuge. Dabei wurden aber nur vier Verwarngelder fällig. Die meisten Poser hielten sich an die Spielregeln, wie die Polizei berichtete: "Eine große Anzahl der Tuner nutzten das schöne Wetter, um ihre Fahrzeuge unter Beachtung der Verkehrsvorschriften vorzuführen."

Auch das Polizeipräsidium Recklinghausen bilanzierte: "Der größte Teil der Tunerszene betreibt legales Tuning. Wir wollen die erwischen, die aufgrund illegalen Tunings oder Raserei die Sicherheit auf unseren Straßen gefährden." Deswegen würden die Kontrollen konsequent fortgesetzt, unterstrich Einsatzleiter Josef Vollmer.