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Verkehr - Bremen

Senator: E-Scooter werden kommen - aber nicht unreguliert

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Bremen (dpa/lni) - Bremens Verkehrssenator Joachim Lohse (Grüne) geht am Freitag von einer Zustimmung der Bundesländer zur geplanten Zulassung kleiner Tretroller mit Elektroantrieb im Straßenverkehr aus. "Das größte Problem haben wir jetzt gelöst: Die Gehwege sind für E-Scooter tabu", sagte Lohse der Deutschen Presse-Agentur. Es hänge noch an der Frage der Altersfreigabe, ob Jugendliche ab 14 oder 15 Jahren mit elektrischen Tretrollern unterwegs sein dürften. "Aber, ich glaube, daran wird die Mehrheit am Ende nicht scheitern", sagte Lohse. Der Bundesrat befasst sich am Freitag mit der Verordnung.

Im Grundsatz fänden es alle Bundesländer gut, dass E-Scooter zugelassen würden und dies entsprechend reguliert werde. "Das ist im ganzen eine positive Entwicklung. Diese Roller sind eine Erweiterung des Mobilitätsspektrums, der man sich nicht verschließen kann", betonte Lohse. Allerdings sei die geplante - und inzwischen geänderte - Regelung, auch 12-Jährige mit E-Scootern bis 12 km/h Geschwindigkeit auf Gehwegen fahren zu lassen, von Anfang an auch wegen der damit verbundenen Gefährdung für Fußgänger nicht nachvollziehbar gewesen.

Lohse geht davon aus, dass der Straßenverkehr in den Städten künftig komplizierter wird. Es werde vermehrt zu Mischverkehren kommen, sagte der Grünen-Politiker auch mit Blick auf Fahrradstraßen, auf denen sich der Autoverkehr dem Fahrradverkehr unterzuordnen habe. In vielen Straßen werde man mit dem Auto aus Sicherheitsgründen keine 50 km/h mehr fahren können. "Man wird letztlich eine Entschleunigung in vielen Straßen bekommen, außer auf großen Hauptverkehrsachsen, wo weiter der Autoverkehr auf eigenen Spuren entsprechend viel Raum hat."