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Rader Hochbrücke: Blitzer-Aufstellung verzögert sich

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Kiel (dpa/lno) - Der Aufbau der neuen Blitzer an der Rader Hochbrücke verzögert sich. Eigentlich war geplant, die Geräte, die anders als die bisherigen Blitzer erkennen können, welche Geschwindigkeitsbeschränkung aktuell auf der Brücke gilt, Ende des ersten Quartals 2019 aufzustellen. Das bisherige Angebot der Herstellerfirma musste allerdings noch einmal in Bezug auf die tatsächlichen baulichen Verhältnisse der Rader Hochbrücke fortgeschrieben werden, wie das Verkehrsministerium in Kiel der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage mitteilte. Das aktualisierte Angebot stehe noch aus.

Grundsätzlich möglich wäre den Angaben zufolge die technische Inbetriebnahme kurz nach den Sommerferien. Die tatsächliche Inbetriebnahme setze noch voraus, dass die Zentrale Ordnungswidrigkeitenstelle des Landespolizeiamtes mit ausreichend Personal ausgestattet werde, da mit der zusätzlichen Blitzeranlage ein erhöhter Auswertungaufwand verbunden sein werde, teilte das Ministerium weiter mit. In diesem Zusammenhang werde derzeit unter anderem geprüft, inwieweit gegebenenfalls mit einer speziellen Software manuelle Doppelauswertungen vermieden werden könne.

Auf der Hochbrücke gilt für Lastwagen Tempo 60. Autos dürfen bei normalen Windverhältnissen 100 Stundenkilometer fahren, bei Sturm gilt Tempo 60 auch für Autos, bei starkem Wind Tempo 80. Geblitzt wird bisher aber immer nur, wenn der Autofahrer mit mehr als 115 Stundenkilometer unterwegs ist - unabhängig von den Windverhältnissen.

Die Blitzersäulen waren im September 2015 installiert worden. Sie sollen helfen, dass sich Fahrzeuge an das Tempolimit halten und so das marode Bauwerk möglichst schonen.