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Gleitlager: Fusion zwischen Zollern und Miba untersagt

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Sigmaringen/Bonn (dpa/lsw) - Das Bundeskartellamt hat den Zusammenschluss zwischen dem Sigmaringer Metallverarbeiter Zollern und der österreichische Miba AG im Bereich Gleitlager verboten. Die beiden Firmen hatten ein Gemeinschaftsunternehmen geplant. Miba und Zollern seien insbesondere bei Gleitlagern für Großmotoren, wie sie etwa in Schiffen, Lokomotiven oder Stromaggregaten zur Anwendung kommen, sehr stark aufgestellt, teilte die Behörde am Donnerstag in Bonn mit. Der Markt sei stark konzentriert. Durch den Zusammenschluss würde für die Abnehmer eine wichtige Auswahlalternative fehlen. Schon jetzt sei für die Kunden ein Wechsel zu einem der wenigen anderen Anbieter aufwendig und teuer, da jedes Gleitlager eines neuen Lieferanten intensiv geprüft werden müsse.

Sogenannte hydrodynamische Gleitlager eignen sich nach Angaben des Bundeskartellamts zum Beispiel für den verschleißfreien Dauerbetrieb und für besonders hohe Lagerkräfte und Drehzahlen. Die Zollern GmbH & Co. KG hätte rund ein Viertel des Gemeinschaftsunternehmens besessen. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig, die Unternehmen können innerhalb eines Monats Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf einlegen.