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Telekommunikation - Schwerin

SPD: Versteigerung von 5G-Frequenzen stoppen

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Schwerin (dpa/mv) - Angesichts weiterhin drohender Funklöcher in Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD-Landtagsfraktion einen Stopp der Versteigerung der 5G-Frequenzen von der Bundesregierung gefordert. Es seien Fehler gemacht worden, erklärte der Fraktionsvorsitzende Thomas Krüger am Freitag. Würden die Frequenzen versteigert und die zugrundeliegenden Rahmenbedingungen angewandt, würde Mecklenburg-Vorpommern von der Zukunft des mobilen Internets in weiten Teilen abgehängt werden, fürchtet Krüger. "Das können und das werden wir nicht hinnehmen." Er verlangte von der Bundesregierung, die Ausschreibung so zu gestalten, dass 5G auch in Mecklenburg-Vorpommern flächendeckend genutzt werden kann.

Im Frühjahr sollen die Frequenzen für den 5G-Standard mit sehr schnellem Internet versteigert werden. Der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Klaus Müller, hatte kritisiert, dass die Bundesnetzagentur auf ein verpflichtendes nationales Roaming verzichte und nur ein "Verhandlungsgebot" über regionales Roaming im Bedarfsfall auferlege. Das sei für einen flächendeckenden Ausbau von schnellem mobilen Internet nicht förderlich. Roaming bedeutet, dass ein Nutzer im Funkloch das Netz eines anderen Anbieters nutzen kann. Die Netzbetreiber argumentieren, dass sich Investitionen in den Ausbau nicht mehr lohnten, wenn dann auch andere Unternehmen die Infrastruktur nutzen dürften. Sie klagen gegen die Vorgaben.